Ob Röhrlinge oder Lamellenpilze, dass in unseren Wäldern Pilze mit zu den Biotopen gehören ist uns wohl allen bekannt. Doch was steckt hinter diesen magischen Wesen, die sich nur sehr vereinzelt von uns züchten lassen? Wie sieht ihre geheimnisvolle Welt aus und wie kann man essbare von nicht essbaren Pilzen unterscheiden?

Auf mehreren Pilzwanderungen haben wir dieses Jahr mit Experten die Wälder Brandenburgs erkundet. Dabei war Vorsicht geboten: Denn auch bei uns gibt es tödliche Pilzarten! Es galt das Grundprinzip „Nur die Pilze mitnehmen, die du auch mit Sicherheit bestimmt hast!“
Als eine der sichersten Pilzgruppen haben wir die Röhrlinge kennengelernt. Flockenstielige Hexenröhrlinge, Maronen und vereinzelt auch Steinpilze waren Teil der Beute unserer Spaziergänge. Ein Highlight unserer Herbstwanderung war eine prächtige Krause Glucke, auch fette Henne genannt.

Auf unseren Pilzwanderungen haben wir viel gelernt. Und mehr als das, vor allem waren wir stundelang in der Natur. Wir haben Sonnenuntergänge in unseren Wäldern erlebt, Rehe, die zu uns kamen, voller Neugier und ohne Scheu, und Vögel, die uns während unserer Spaziergänge Lieder sangen, als wollten sie uns den Tag versüßen.
Pilze sind spannende Wesen. Zwischen ihnen und den Bäumen besteht wie eine Freundschaft. Gegenseitig tauschen sie Nährstoffe über unterirdische Netzwerke, die sogenannten Myzelen aus. Sie leben in Harmonie mit ihren Nachbarn. Deshalb denken wir, dass wir von Pilzen sogar etwas für unserer Miteinander lernen können.